Main

Sekundäre Suizidprävention / Intervention

de fr

„Sekundäre Prävention“ oder „Intervention“ bezeichnet die Verhinderung von Suiziden und Suizidversuchen von Personen mit vorausgehenden Suizidintentionen und suizidalem Verhalten.

  • Verbesserung der psychosomatischen Diagnostik, um psychiatrische Krankheiten frühzeitig zu erkennen (z.B. Depressionen, Angst, Suchtmittelabhängigkeiten) und adäquat zu behandeln.
  • Identifizierung von gefährdeten Personen innerhalb von Risikogruppen und aktive, gezielte Vermittlung an spezifische Hilfseinrichtungen.
  • Vermittlung von Kommunikationsformen und Interventionsmöglichkeiten, um reagieren zu können, wenn jemand einen Suizid ankündigt (z.B. in Schulen im Vorfeld einen schriftlichen Maßnahmenkatalog mit Hinweisen zur Krisenintervention bei Suizid bereitstellen).
  • Schulung in der Abschätzung der Suizidalität und der Bedeutung suizidaler Handlungen.
  • Aufbau und Bekanntmachung von Telefon-Notdienst-Stellen, bei denen Personen in einer (suizidalen) Krise anrufen können, um einen Ratschlag oder eine Anlaufstelle zu erfragen. In Luxemburg heißt die Telefon-Notdienst-Stelle: SOS-Détresse und ist unter der Telefonnummer: 454545 oder per Internet: http://www.454545.lu/ zu erreichen.
  • Aufbau von Suizidpräventionszentren. Man unterscheidet eigenständig arbeitende Zentren, die der Suizidverhütung dienen und in enger Verbindung mit anderen psychosozialen Institutionen stehen, von Suizidpräventionszentren, die in schon bestehende Institutionen (z.B. psychiatrische Kliniken) integriert sind.

Green Marinee theme adapted by David Gilbert, powered by PmWiki